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Dossier · Familienunternehmen

Stiftung Familienunternehmen: 201 Studien und Ländervergleiche online

Die Stiftung Familienunternehmen weist am 11. September 2026 auf ihrer Website 201 Ergebnisse in ihrem Studien- und Länderindex aus. Das Dossier ordnet die Veröffentlichungen des Jahres 2026 für Inhaber und Nachfolger ein.

Carla Winterhoff7 Min. Lesezeit

Stiftung Familienunternehmen: 201 Studien und Ländervergleiche online
Symbolbild: Mittelstandsreporter (KI-generiert)

Stand: 15. September 2026

Die Stiftung Familienunternehmen weist am 11. September 2026 auf ihrer Website 201 Ergebnisse in ihrem Studien- und Länderindex aus. Diese Zahl steht für eine Datenbank, die Studien und Ländervergleiche bündelt.

Dieses Dossier ist ein lebendes Dokument. Es fasst zusammen, was die Stiftung laut ihrer Startseite vom 11. September 2026 publiziert, welche Positionen Wissenschaftler und Beiräte vertreten und welche Veranstaltungen sie ausrichtet. Was die Quelle nicht sagt, benennen wir als Lücke.

1. Was die Stiftung Familienunternehmen publiziert

Der Studien- und Länderindex der Stiftung umfasst laut Startseite vom 11. September 2026 201 Ergebnisse. Wie viele davon im Jahr 2026 neu erschienen sind und wie viele Archiveinträge aus früheren Jahren darstellen, weist die Seite nicht aus. Auch eine Aufschlüsselung nach Themenfeldern nennt die Quelle nicht.

Aus den Meldungen des Jahres 2026 lassen sich dennoch Schwerpunkte ablesen. Die Stiftung hat eine Umfrage zur Erbschaftsteuer veröffentlicht, einen Subventionsbericht vorgestellt und eine Ökonomin zu Investitionen zu Wort kommen lassen. Dazu kommen der Länderindex, eine Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat und zwei Veranstaltungsformate.

Zum Länderteil des Index gehört auch der Bundesländervergleich. Wie sich die Rangfolge im Jahr 2026 verschoben hat, steht in unserem Kompaktstück Bundesländerindex Familienunternehmen 2026: Sachsen verdrängt Bayern von Platz eins. Eine weitere Auswertung der Stiftung zu den ältesten Häusern haben wir hier zusammengefasst: Acht deutsche Familienunternehmen sind älter als 400 Jahre.

Datum Veröffentlichung oder Ereignis Inhalt laut Stiftung
07.04.2026 Umfrage zur Erbschaftsteuer Mehrheit der Unternehmen lehnt Einheitssteuer ab
15.04.2026 Freiburger Subventionsbericht (Lars Feld) Subventionsabbau als bestes Mittel gegen Haushaltslücken
26.05.2026 Tag des Familienunternehmens, Berlin Zitat Dorothee Becker, Gebr. Becker GmbH
12.06.2026 Beitrag Veronika Grimm Innovationen und private Investitionen als Faktor der Wirtschaftswende
10.07.2026 Karrieretag Neckarsulm 700 Bewerber
31.07.2026 Berufung Marietta Auer Wissenschaftlicher Beirat der Stiftung
11.09.2026 Studien- und Länderindex 201 Ergebnisse

Quelle für alle Zeilen: Startseite der Stiftung Familienunternehmen, abgerufen am 11. September 2026.

2. Welche Positionen Ökonomen und Beiräte vertreten

Die Stiftung nutzt ihre Website, um Positionen von Wissenschaftlern zu verbreiten. Drei davon stammen aus dem Frühjahr und Sommer 2026. Wir geben sie so wieder, wie die Stiftung sie am 11. September 2026 darstellt.

Veronika Grimm zu Investitionen

Prof. Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrates Wirtschaft, sieht Innovationen und private Investitionen in Zukunftsbranchen als entscheidenden Faktor für die Wirtschaftswende. Die Stiftung datiert den Beitrag auf den 12. Juni 2026. In welchem Rahmen Grimm sich äußerte, ob in einer Studie, einem Vortrag oder einem Interview, geht aus der Startseite nicht hervor.

Lars Feld zum Subventionsabbau

Der Ökonom Lars Feld empfiehlt in seinem Freiburger Subventionsbericht vom 15. April 2026 den Subventionsabbau als bestes Mittel zur Schließung großer Lücken im Bundeshaushalt. Welche konkreten Subventionen Feld abbauen will und in welcher Höhe, nennt die Startseite nicht. Auch die Größe der Haushaltslücke beziffert die Quelle nicht.

Umfrage zur Erbschaftsteuer

Am 7. April 2026 veröffentlichte die Stiftung eine Umfrage zur Erbschaftsteuer. Danach lehnt die Mehrheit der Unternehmen eine Einheitssteuer ab und fordert eine Unterscheidung von Privat- und Betriebsvermögen. Die Startseite nennt weder die Zahl der befragten Unternehmen noch die Methodik noch den genauen Prozentsatz der Ablehnung.

Das ist für die Einordnung wichtig. Die Debatte um das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) dreht sich um genau diese Trennlinie zwischen Privat- und Betriebsvermögen. Eine Umfrage ohne ausgewiesene Stichprobe belegt eine Stimmung, aber keine Größenordnung.

Berufung von Marietta Auer

Marietta Auer, Frankfurter Professorin, wurde am 31. Juli 2026 in den Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Familienunternehmen berufen. Welche weiteren Mitglieder dem Beirat angehören und wer ihn leitet, weist die Startseite nicht aus. Auch das Fachgebiet Auers nennt die Quelle nicht.

Person Funktion laut Stiftung Datum Kernaussage oder Ereignis
Veronika Grimm Mitglied des Sachverständigenrates Wirtschaft 12.06.2026 Innovationen und private Investitionen als entscheidender Faktor
Lars Feld Ökonom, Autor des Freiburger Subventionsberichts 15.04.2026 Subventionsabbau als bestes Mittel gegen Haushaltslücken
Marietta Auer Frankfurter Professorin 31.07.2026 Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat

3. Welche Veranstaltungen die Stiftung organisiert

Die Stiftung tritt nicht nur als Herausgeber auf, sondern auch als Gastgeber. Zwei Formate nennt die Startseite vom 11. September 2026 ausdrücklich.

Tag des Familienunternehmens in Berlin

Die Stiftung Familienunternehmen und Politik ist seit 2022 Gastgeber für den „Tag des Familienunternehmens“ in Berlin mit rund 450 Familienunternehmen. Die Quelle nennt die Stiftung an dieser Stelle mit dem Zusatz „und Politik“. Ob es sich um eine Schwesterorganisation oder um denselben Träger handelt, erläutert die Startseite nicht.

Vom Tag des Familienunternehmens 2026 stammt das einzige Unternehmerzitat, das die Stiftung auf ihrer Startseite hervorhebt. Es datiert vom 26. Mai 2026.

„Familienunternehmen verbinden den Respekt vor der Vergangenheit und die Verantwortung für die Gestaltung unserer Zukunft.“ Dr. Dorothee Becker, CEO der Gebr. Becker GmbH, laut Startseite der Stiftung Familienunternehmen, 26. Mai 2026

Karrieretag in Neckarsulm

Am 10. Juli 2026 fand in Neckarsulm ein Karrieretag statt, der laut Stiftung 700 Bewerber verzeichnete. Die Stiftung stellt ihn als eigene Initiative zur Fachkräftegewinnung dar. Welche Familienunternehmen den Tag vor Ort organisiert haben und wie viele Betriebe sich präsentierten, nennt die Startseite nicht. Auch die Zahl der besetzten Stellen bleibt offen.

Format Ort Seit oder Datum Zahl laut Stiftung
Tag des Familienunternehmens Berlin seit 2022 rund 450 Familienunternehmen
Karrieretag Neckarsulm 10.07.2026 700 Bewerber

4. Was die Quelle offenlässt

Ein Dossier lebt von dem, was belegt ist. Ebenso wichtig ist, was fehlt. Die Startseite der Stiftung vom 11. September 2026 beantwortet sechs Fragen nicht, die für Inhaber relevant wären.

Erstens fehlt die Aufteilung der 201 Ergebnisse in Neuerscheinungen 2026 und Archiveinträge. Zweitens fehlen Stichprobe und Methodik der Erbschaftsteuer-Umfrage vom 7. April 2026. Drittens nennt die Quelle nicht, welche Subventionen Lars Feld im Bericht vom 15. April 2026 konkret abbauen will.

Viertens bleibt offen, welche Familienunternehmen den Karrieretag in Neckarsulm am 10. Juli 2026 organisiert haben. Fünftens nennt die Seite außer Marietta Auer keine weiteren Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats. Sechstens fehlt eine Angabe dazu, wie sich die Stiftung finanziert und wer die Stifter sind.

Das ist keine Kritik an der Forschung selbst, sondern an der Darstellung auf der Startseite. Wer eine der 201 Studien zitieren will, muss die jeweilige Einzelveröffentlichung öffnen und dort Methodik und Stichprobe prüfen. Wir werden das Dossier ergänzen, sobald die Stiftung diese Angaben veröffentlicht.

Was das für Unternehmer heißt

Der Studien- und Länderindex mit 201 Ergebnissen ist eine Fundstelle, keine Handlungsanweisung. Für Inhaber, die eine Nachfolge vorbereiten, ist die Umfrage zur Erbschaftsteuer vom 7. April 2026 ein Stimmungsbild, das ohne Stichprobenangabe nicht als Beleg in einer Verhandlung mit dem Finanzamt taugt. Wer den Freiburger Subventionsbericht liest, sollte prüfen, ob der eigene Betrieb von einer der dort behandelten Subventionen lebt, denn die Startseite nennt keine. Standortfragen, wie sie Veronika Grimm am 12. Juni 2026 anspricht, entscheiden Betriebe im Einzelfall, wie unsere Reportage Miele: Wie zwei Familien ihr Waschmaschinenwerk nach Polen verlagern und trotzdem in Gütersloh bleiben zeigt. Und 201 Einträge liest niemand an einem Nachmittag, also lohnt der Blick zuerst auf Datum und Methodik der einzelnen Studie.

Kurz gesagt

Die Stiftung Familienunternehmen stellt am 11. September 2026 201 Studien und Ländervergleiche bereit, doch Stichproben, Beiratsliste und Finanzierung nennt ihre Startseite nicht.

FAQ

Wie viele Studien listet die Stiftung Familienunternehmen? Laut Startseite vom 11. September 2026 umfasst der Studien- und Länderindex 201 Ergebnisse. Wie viele davon 2026 neu erschienen sind, weist die Seite nicht aus.

Was sagt die Umfrage zur Erbschaftsteuer? Laut Stiftung lehnt die Mehrheit der befragten Unternehmen eine Einheitssteuer ab und fordert eine Unterscheidung von Privat- und Betriebsvermögen. Die Umfrage datiert vom 7. April 2026. Stichprobe und Methodik nennt die Startseite nicht.

Wer wurde 2026 in den Wissenschaftlichen Beirat berufen? Marietta Auer, Frankfurter Professorin, wurde am 31. Juli 2026 berufen. Weitere Mitglieder nennt die Startseite nicht.

Welche Veranstaltungen richtet die Stiftung aus? Den Tag des Familienunternehmens in Berlin seit 2022 mit rund 450 Familienunternehmen und einen Karrieretag in Neckarsulm, der am 10. Juli 2026 700 Bewerber verzeichnete.

Was empfiehlt Lars Feld im Freiburger Subventionsbericht? Laut Stiftung empfiehlt Feld im Bericht vom 15. April 2026 den Subventionsabbau als bestes Mittel zur Schließung großer Lücken im Bundeshaushalt. Konkrete Subventionen nennt die Startseite nicht.

Quellen

  • Primärquelle: Stiftung Familienunternehmen, Startseite mit Studien- und Länderindex (201 Ergebnisse), Meldungen zu Grimm (12.06.2026), Feld (15.04.2026), Erbschaftsteuer-Umfrage (07.04.2026), Becker (26.05.2026), Tag des Familienunternehmens (seit 2022), Auer (31.07.2026), Karrieretag Neckarsulm (10.07.2026), abgerufen am 11. September 2026: https://www.familienunternehmen.de/de/

Änderungsprotokoll

Datum Änderung
15.09.2026 Erstfassung auf Basis der Startseite der Stiftung Familienunternehmen vom 11.09.2026

Dieser Beitrag ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.