FamilienunternehmenMeldung
Bundesländerindex Familienunternehmen 2026: Sachsen verdrängt Bayern von Platz eins
Im Bundesländerindex Familienunternehmen 2026 der Stiftung Familienunternehmen liegt Sachsen erstmals vorn, Bayern rutscht auf Platz zwei, Niedersachsen steigt auf Platz drei. Rheinland-Pfalz belegt Platz 16. Die Studie stammt vom ZEW Mannheim.
Sachsen ist im Bundesländerindex Familienunternehmen 2026 der Stiftung Familienunternehmen erstmals das Flächenland mit den besten Standortbedingungen für Familienunternehmen. Bayern, bisher Spitzenreiter, liegt auf Platz zwei, Niedersachsen auf Platz drei. Rheinland-Pfalz bildet auf Platz 16 das Schlusslicht. Die Studie erstellt das ZEW Mannheim (Friedrich Heinemann und Paul Steger), die Stiftung stellte sie am 29. Januar 2026 in München vor.
Der Index bewertet die Länder in fünf Teilindizes: Steuern (unter anderem Gewerbesteuerhebesätze, Immobilienbesteuerung und Finanzverwaltung), Arbeit und Humankapital, Finanzierung, Infrastruktur (Verkehr, Kommunikationsnetze, Stromversorgung, Forschung) sowie Institutionen. Infrastruktur und Arbeit und Humankapital gehen auf Basis einer Unternehmerbefragung von 2021 mit höherem Gewicht ein.
Sachsen erzielt laut Studie sehr gute Ergebnisse bei Finanzierung und bei Arbeit und Humankapital, schneidet bei Steuern aber nur durchschnittlich ab. Niedersachsen hat vor allem bei der Infrastruktur zugelegt. Baden-Württemberg auf Platz fünf verzeichnet die stärksten Punktverluste. Bei der Investitionsquote der Landeshaushalte führt Sachsen-Anhalt. Unter den Stadtstaaten liegen Berlin und Hamburg vorn, Bremen weist deutlich schwächere Rahmenbedingungen auf.
Im Teilindex Steuern fließen neben den Gewerbesteuerhebesätzen die Immobilienbesteuerung und die Arbeit der Finanzverwaltung ein, im Teilindex Infrastruktur Verkehr, Kommunikationsnetze, Stromversorgung und Forschung. Die Studie bewertet zudem die Ausrichtung der Landeshaushalte. Dabei fällt auf, dass mehrere ostdeutsche Länder, allen voran Sachsen-Anhalt, bei der Zukunftsorientierung ihrer Haushalte gut abschneiden. Bei der sogenannten Zukunftsquote führt Bayern vor Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen: „Der neue Bundesländerindex liefert die erfreuliche Nachricht, dass gerade einige Länder im Osten die Weichen in Richtung Zukunft stellen."
Was das für Unternehmer heißt
Für Standortentscheidungen, etwa ein zweites Werk oder eine Verlagerung nach der Übergabe, liefert der Index eine Vergleichsbasis nach Kriterien, die Familienunternehmen selbst gewichtet haben. Die Teilindizes lassen sich einzeln lesen: Wer Fachkräfte sucht, schaut auf Arbeit und Humankapital, wer Fremdkapital braucht, auf Finanzierung. Der Steuerteilindex zeigt zugleich, dass der Spitzenplatz Sachsens nicht auf niedrigen Hebesätzen beruht; die Gewerbesteuer bleibt Sache der Kommune.
Quellen
- Stiftung Familienunternehmen: Bundesländerindex Familienunternehmen 2026, ZEW Mannheim, 29. Januar 2026, https://www.familienunternehmen.de/de/publikationen/bundeslaenderindex-familienunternehmen-2026
- Stiftung Familienunternehmen: Sachsen und Bayern sind die Starken beim Standort, Pressemitteilung, 29. Januar 2026, https://www.familienunternehmen.de/de/news/sachsen-und-bayern-sind-die-starken-beim-standort
Quellen
- Stiftung Familienunternehmen: Bundesländerindex Familienunternehmen 2026 (ZEW Mannheim, Heinemann/Steger), Publikation vom 29. Januar 2026familienunternehmen.de/de/publikationen/bundeslaenderindex-fPrimärquelle
- Stiftung Familienunternehmen: Sachsen und Bayern sind die Starken beim Standort, Pressemitteilung vom 29. Januar 2026familienunternehmen.de/de/news/sachsen-und-bayern-sind-die-sTier 2
Laut Mittelstandsreporter
„Im Bundesländerindex Familienunternehmen 2026 der Stiftung Familienunternehmen liegt Sachsen erstmals vorn, Bayern rutscht auf Platz zwei, Niedersachsen steigt auf Platz drei. Rheinland-Pfalz belegt Platz 16. Die Studie stammt vom ZEW Mannheim.“
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