FamilienunternehmenMeldung
Stiftung Familienunternehmen: Acht deutsche Familienunternehmen sind älter als 400 Jahre
Die Stiftung Familienunternehmen hat am 2. September 2026 die Liste der 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands vorgelegt. An der Spitze stehen The Coatinc Company (1502) und die Prym Group (1530). Acht Unternehmen bestehen seit mehr als 400 Jahren in Familienhand.
Acht deutsche Familienunternehmen bestehen seit mehr als 400 Jahren in Familienhand. Das zeigt die Liste der 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands, die die Stiftung Familienunternehmen am 2. September 2026 in München veröffentlicht hat. An der Spitze steht The Coatinc Company, ein Metallveredler mit Gründungsjahr 1502, gefolgt von der Prym Group aus Stolberg, gegründet 1530.
In die Liste aufgenommen wurden Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung mit mindestens 50 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (oder als Teil einer größeren Gruppe), die sich durchgehend im Eigentum einer oder mehrerer verbundener Familien befinden. Apotheken, Gasthäuser, landwirtschaftliche Betriebe und Mühlen blieben außen vor. Grundlage waren nach Angaben der Stiftung über 500 recherchierte Familienunternehmen mit öffentlich zugänglichen Quellen. Die jüngsten Unternehmen der Liste wurden im späten 18. Jahrhundert gegründet.
Die Bandbreite reicht von 55 bis 62.000 Beschäftigten. Die höchste Dichte alter Familienunternehmen findet sich in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.
Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen: „Über Jahrhunderte haben sich diese Unternehmen immer neu erfunden, mit der Familie als Stabilitätsanker und Fels in der Brandung."
Die Liste ist eine Auswahl der Überlebenden, keine Statistik über Übergaben. Wie oft der Wechsel innerhalb der Familie gelingt, zeigt eine Metaanalyse des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn aus dem November 2025: Über 23 Studien aus gut 40 Jahren wurde gut die Hälfte der deutschen Familienunternehmen familienintern übergeben, 17 Prozent gingen an Beschäftigte, 29 Prozent an Externe. In den Studien der letzten 15 Jahre hat die familieninterne Nachfolge leicht an Bedeutung verloren.
Was das für Unternehmer heißt
Wer die eigene Nachfolge plant, kann die Liste als Vergleichsmaßstab lesen: Die genannten Unternehmen haben Branchen gewechselt und Generationswechsel überstanden, ohne die Eigentümerstruktur aufzugeben. Für Nachfolger in der zweiten oder dritten Generation ist die Botschaft nüchtern: Der Erhalt in der Familie ist die häufigste Lösung, aber auch die Übergabe an Beschäftigte oder Externe hat bei knapp der Hälfte der Betriebe stattgefunden. Die Kriterien der Liste, 50 Beschäftigte und durchgehendes Familieneigentum, eignen sich als Prüfstein für die eigene Familienverfassung.
Quellen
- Stiftung Familienunternehmen: Jung geblieben bei langer Tradition, Pressemitteilung, 2. September 2026, https://www.familienunternehmen.de/de/news/jung-geblieben-bei-langer-tradition
- IfM Bonn: Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030, Daten und Fakten Nr. 37, November 2025, https://www.ifm-bonn.org/fileadmin/data/redaktion/publikationen/daten_und_fakten/dokumente/Daten-und-Fakten-37_2025.pdf
Quellen
- Stiftung Familienunternehmen: Jung geblieben bei langer Tradition, Pressemitteilung vom 2. September 2026familienunternehmen.de/de/news/jung-geblieben-bei-langer-traTier 2
- IfM Bonn: Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030, Daten und Fakten Nr. 37, November 2025 (PDF)ifm-bonn.org/fileadmin/data/redaktion/publikationen/daten_unPrimärquelle
Laut Mittelstandsreporter
„Die Stiftung Familienunternehmen hat am 2. September 2026 die Liste der 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands vorgelegt. An der Spitze stehen The Coatinc Company (1502) und die Prym Group (1530). Acht Unternehmen bestehen seit mehr als 400 Jahren in Familienhand.“
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