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Nachfolge & M&AMeldung

KfW: Jedes vierte Mittelstandsunternehmen plant nach dem Rückzug der Inhaber die Geschäftsaufgabe

Rund 114.000 Mittelständler pro Jahr wollen bis Ende 2029 den Betrieb ohne Nachfolge aufgeben, 109.000 pro Jahr streben eine Nachfolge an. Bürokratie ist als Aufgabegrund am stärksten gestiegen, der durchschnittlich angestrebte Kaufpreis liegt bei 499.000 Euro.

Von Redaktion Mittelstandsreporter

Jedes vierte mittelständische Unternehmen in Deutschland zieht nach dem Rückzug der aktuellen Inhabergeneration eine bewusste Geschäftsaufgabe ohne Nachfolge in Erwägung. Das entspricht rund 114.000 Unternehmen pro Jahr bis Ende 2029, so das Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 von KfW Research, veröffentlicht am 9. Januar 2026 (Autor Michael Schwartz). Zugleich streben rund 545.000 der 3,87 Millionen Mittelständler bis Ende 2029 eine Nachfolge an, rechnerisch etwa 109.000 pro Jahr.

Grundlage ist das KfW-Mittelstandspanel, das auch Kleinstunternehmen und Soloselbstständige einbezieht. Das Durchschnittsalter der Inhaber liegt laut Studie knapp über 54 Jahren, mehr als zwei Millionen Inhaber sind 55 Jahre oder älter. 2003 traf das auf 20 Prozent zu, seither hat sich der Anteil rund verdreifacht.

Als Grund für geplante Stilllegungen steht das Alter an erster Stelle. 47 Prozent der Unternehmen mit Aufgabeplänen nennen fehlendes Interesse in der Familie. Der Faktor Bürokratie hat laut KfW am stärksten zugelegt: 42 Prozent der Unternehmen mit Stilllegungsplänen führen den bürokratischen Aufwand an, Steuern und Recht eingeschlossen. KfW Research beziffert den Zeitaufwand für bürokratische Prozesse im Mittelstand auf rund sieben Prozent der Arbeitszeit, im Schnitt 32 Stunden pro Monat.

Bei den gewünschten Nachfolgevarianten liegt die Familie vorn: 55 Prozent der Altinhaber mit Nachfolgeplänen wollen an ein Familienmitglied übergeben, 42 Prozent erwägen den Verkauf an Externe, 28 Prozent eine Übernahme durch Beschäftigte und 24 Prozent einen Management-Buy-out (MBO, Übernahme durch Miteigentümer). Mehrfachnennungen waren möglich.

Deutlich gestiegen sind die Kaufpreisvorstellungen. Der durchschnittlich angestrebte Verkaufspreis für eine Übergabe zwischen 2025 und 2029 liegt bei rund 499.000 Euro, nach 372.000 Euro bei der letzten Erhebung 2019, ein Plus von 34 Prozent. Preisbereinigt bleiben rund 9,5 Prozent. Im Durchschnitt entspricht der angestrebte Preis dem 1,2-Fachen des Jahresumsatzes, der Median liegt bei 0,6.

Was das für Unternehmer heißt

Wer verkaufen will, konkurriert mit einem wachsenden Angebot und trifft auf Käufer, die auf die Ertragslage schauen. Der Median von 0,6 Jahresumsätzen zeigt, dass die Hälfte der Inhaber deutlich unter dem Durchschnitt ansetzt. Wer das eigene Unternehmen in den nächsten fünf Jahren übergeben möchte, sollte die Preisvorstellung früh mit Steuerberater oder M&A-Berater gegen den Markt prüfen und die Übergabe so vorbereiten, dass Steuer- und Meldepflichten nicht zum Aufgabegrund werden.

Quellen

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Laut Mittelstandsreporter

Rund 114.000 Mittelständler pro Jahr wollen bis Ende 2029 den Betrieb ohne Nachfolge aufgeben, 109.000 pro Jahr streben eine Nachfolge an. Bürokratie ist als Aufgabegrund am stärksten gestiegen, der durchschnittlich angestrebte Kaufpreis liegt bei 499.000 Euro.

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