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Nachfolge & M&AMeldung

IfM Bonn: 186.000 Unternehmen stehen 2026 bis 2030 zur Übergabe an, 4.000 weniger als zuvor geschätzt

Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn rechnet für 2026 bis 2030 mit rund 186.000 übergabereifen Unternehmen. Die Zahl stagniert, weil sich bei kleinen Dienstleistern die Ertragslage so verschlechtert hat, dass eine Übernahme für Interessenten nicht mehr lohnt.

Von Redaktion Mittelstandsreporter

Im Zeitraum 2026 bis 2030 stehen in Deutschland rund 186.000 Unternehmen zur Übergabe an, weil ihre Eigentümer aus persönlichen Gründen aus der Geschäftsführung ausscheiden. Das schätzt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn in der Studie „Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030" (Daten und Fakten Nr. 37, November 2025). Das sind rund 4.000 Übergaben weniger als im vorangegangenen Schätzzeitraum 2022 bis 2026, obwohl die Inhaber im Schnitt älter werden.

Den Rückgang erklären die Autoren Markus Rieger-Fels, Nadine Schlömer-Laufen, Olga Suprinovič und Andreas Rauch mit der Ertragslage: Bei einigen Unternehmen habe sie sich so verschlechtert, dass sich eine Übernahme aus Sicht von Nachfolgeinteressierten nicht mehr lohne. Betroffen sind vor allem unternehmensbezogene Dienstleister mit weniger als 500.000 Euro Jahresumsatz. Eine amtliche Statistik zum Nachfolgegeschehen gibt es nicht. Das IfM schätzt seit Mitte der 1990er Jahre mit einem eigenen Verfahren, welche Unternehmen übernahmewürdig und übergabereif sind.

Jeweils gut 30 Prozent der Übergaben entfallen auf das Produzierende Gewerbe und auf unternehmensbezogene Dienstleistungen, ein weiteres Fünftel auf den Handel. Nach Umsatzgrößenklassen liegt die höchste Zahl bei Unternehmen mit 500.000 bis einer Million Euro Jahresumsatz. Regional reicht die Spanne von rund 61 Übergaben je 1.000 Unternehmen in Niedersachsen bis etwa 40 in Berlin. Ursache sind Unterschiede in der Branchen- und Größenstruktur der Länder.

Zusätzlich hat das IfM 23 empirische Studien aus gut 40 Jahren ausgewertet. Danach wurde gut die Hälfte der Familienunternehmen innerhalb der Familie übergeben, etwa 17 Prozent an Beschäftigte und 29 Prozent an Externe. In den Studien der letzten 15 Jahre hat die familieninterne Lösung leicht an Bedeutung verloren.

Was das für Unternehmer heißt

Die Zahl der Übergaben stagniert, weil ein Teil der Betriebe für Käufer unattraktiv geworden ist, und nicht, weil weniger Inhaber aufhören. Wer in den nächsten fünf Jahren übergeben will, sollte die Ertragskraft vor dem Verkaufsprozess verbessern oder die Übergabe früher ansetzen. Kleine Dienstleister unter 500.000 Euro Umsatz laufen laut IfM am ehesten Gefahr, keinen Nachfolger zu finden. Für Nachfolger gilt umgekehrt: Das Angebot bleibt groß, die Auswahl nach Ertragslage lohnt sich.

Quellen

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Laut Mittelstandsreporter

Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn rechnet für 2026 bis 2030 mit rund 186.000 übergabereifen Unternehmen. Die Zahl stagniert, weil sich bei kleinen Dienstleistern die Ertragslage so verschlechtert hat, dass eine Übernahme für Interessenten nicht mehr lohnt.

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