FinanzierungMeldung
Großhandelspreise im August 2026: plus 6,8 Prozent
Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im August 2026 um 6,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am 15. September 2026 mitteilte.
Von Matthias Brede, Redakteur Nachfolge, M&A & Finanzierung

Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im August 2026 um 6,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am 15. September 2026 mitteilte. Im Juli 2026 hatte die Jahresveränderung noch 5,3 Prozent betragen, im Juni 2026 waren es 4,9 Prozent. Einen höheren Preisanstieg gab es zuletzt im Februar 2023 mit 9,5 Prozent gegenüber Februar 2022.
Kriegshandlungen treiben Energie- und Rohstoffpreise
Das Statistische Bundesamt führt den Preisanstieg im August 2026 auf Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten zurück. Die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe stiegen in der Folge. Welche Warengruppen die höchsten Preisanstiege verzeichneten, nennt die Mitteilung nicht. Auch zu anderen Großhandelssegmenten wie Lebensmitteln oder Maschinen enthält die Veröffentlichung keine Angaben.
Im Vergleich zum Vormonat Juli 2026 stiegen die Großhandelspreise im August 2026 um 0,9 Prozent. Der Anstieg von 6,8 Prozent im Jahresvergleich liegt über den Raten der beiden Vormonate, aber unter dem Höchstwert vom Februar 2023.
Preisdynamik seit Frühjahr 2026
Im Juni 2026 lag die Jahresveränderung bei 4,9 Prozent, im Juli 2026 bei 5,3 Prozent. Der Sprung auf 6,8 Prozent im August 2026 ist eine Beschleunigung innerhalb von zwei Monaten. Das Statistische Bundesamt gibt keine Prognose zur weiteren Preisentwicklung ab.
Wie lange die geopolitischen Ereignisse die Preise beeinflussen, lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands weist die Mitteilung nicht aus.
Was das für Unternehmer heißt
Betriebe, die Rohstoffe oder Vorprodukte über den Großhandel beziehen, haben höhere Beschaffungskosten. Wer im August 2026 kalkuliert hat, musste für die gleichen Waren 6,8 Prozent mehr einplanen als ein Jahr zuvor. Der Monatsanstieg von 0,9 Prozent zeigt, dass die Preise auch kurzfristig weiter gestiegen sind. Betriebe, die auf Energieprodukte oder Rohstoffe angewiesen sind, sind besonders betroffen. Wer Verträge mit festen Abnahmepreisen hat, ist kurzfristig geschützt. Wer auf Spotmärkten einkauft, trägt die Preissteigerung direkt.
Quellen
Quelle
- Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 326 vom 15. September 2026 (15. September 2026)destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_326_61
Laut Mittelstandsreporter
„Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im August 2026 um 6,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am 15. September 2026 mitteilte.“
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