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Nachfolge & M&AMeldung

DIHK-Report: Fast 10.000 Unternehmen suchten 2024 bei den IHKs einen Nachfolger, gut 4.000 wollten übernehmen

9.636 Unternehmen ließen sich 2024 bei den Industrie- und Handelskammern zur Nachfolge beraten, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur gut 4.000 Interessenten wollten übernehmen. Für 5.620 Betriebe gab es keinen Kandidaten, die Lücke hat sich seit 2019 fast verdoppelt.

Von Redaktion Mittelstandsreporter

Im Jahr 2024 haben sich 9.636 Unternehmen bei den Industrie- und Handelskammern (IHKs) zur Unternehmensnachfolge beraten lassen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie seit Beginn der Auswertung 2007. Dem standen gut 4.000 beratene Übernahmeinteressierte gegenüber. Das geht aus dem DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025 der Deutschen Industrie- und Handelskammer hervor (Stand Juli 2025). Eine Ausgabe 2026 lag bis zum 7. September 2026 nicht vor.

Für 5.620 Unternehmen gab es nach Angaben des Reports keinen potenziellen Nachfolgekandidaten. Diese Lücke hat sich seit dem Vorkrisenjahr 2019 fast verdoppelt. Die DIHK sieht deshalb die Gefahr, dass mehr als die Hälfte der nachfolgesuchenden Unternehmen leer ausgeht und schließen muss. Der Report beruht auf über 50.000 persönlichen Kontakten der 79 IHKs im Jahr 2024 und einer Befragung von rund 300 IHK-Nachfolgeberatern zwischen dem 22. Januar und dem 28. Februar 2025.

72 Prozent der Altinhaber wollen oder müssen aus Altersgründen abgeben. Nur zwölf Prozent nennen betriebswirtschaftliche Gründe. Die DIHK wertet das als Hinweis, dass die Mehrheit der Betriebe nicht in existenziellen Nöten steckt und grundsätzlich übernahmefähig ist.

27 Prozent der 2024 beratenen Unternehmen erwägen, den Betrieb zu schließen. Als Ursachen nennen die befragten IHKs (Mehrfachnennung): 92 Prozent fehlender Nachfolger, 63 Prozent Fachkräftemangel, 49 Prozent gestiegene Kosten für Energie, Arbeit und Material, 47 Prozent allgemeine Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft, 40 Prozent Belastung durch komplizierte Regelungen und Bürokratie, zwölf Prozent schwindende Akzeptanz des Unternehmertums in der Gesellschaft.

Was das für Unternehmer heißt

Auf zwei Angebote kommt ein Interessent. Wer abgeben will, sollte sich nicht auf die Kammerbörse allein verlassen, sondern parallel Beschäftigte, Wettbewerber und Zulieferer als Käufer prüfen und das Unternehmen dokumentiert übergabefähig machen. Nachfolger und Kaufinteressierte finden dagegen einen Käufermarkt vor, mit Auswahl in fast allen Branchen und Regionen. Die IHK-Nachfolgeberatung ist ein kostenfreier erster Filter, ersetzt aber weder Bewertung noch Vertragsgestaltung durch Steuerberater und Anwalt.

Quellen

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Laut Mittelstandsreporter

9.636 Unternehmen ließen sich 2024 bei den Industrie- und Handelskammern zur Nachfolge beraten, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur gut 4.000 Interessenten wollten übernehmen. Für 5.620 Betriebe gab es keinen Kandidaten, die Lücke hat sich seit 2019 fast verdoppelt.

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