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DigitalisierungMeldung

BMF: 165 Mio. Entlastung; Kassenpflicht ab 100.000 Euro

Am 23.09.2026 beschloss das Kabinett eine Registrierkassenpflicht ab 100.000 Euro Umsatz; das BMF meldet 165 Millionen Euro Entlastung durch Digitalisierung (HIB, 24.09.2026).

Von Nele Sauerland, Redakteurin Digitalisierung, Steuern & Recht

Bund: Kassenpflicht ab 100.000 Euro, 165 Mio. Euro Entlastung
Symbolbild: Mittelstandsreporter (KI-generiert)

Was ändert sich für meinen Betrieb konkret? Ab 100.000 Euro Jahresumsatz ist eine Registrierkassenpflicht geplant. Registrierkassenpflicht heißt hier: Umsätze werden über ein elektronisches Kassensystem erfasst. Das BMF beziffert Digitalisierungsentlastungen mit 165 Millionen Euro (HIB, 24.09.2026).

Am 23.09.2026 debattierte Finanzminister Lars Klingbeil im Bundestagsausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung über Vorhaben des Bundesministeriums der Finanzen (HIB, 24.09.2026). Nach Angaben des BMF haben die Digitalisierung des Zolls und der Bundesfinanzverwaltung Entlastungen von 165 Millionen Euro für Unternehmen und Bürger erbracht (HIB, 24.09.2026). Zusätzlich plant das BMF ein Gesetz zum Bürokratieabbau im Finanzmarktbereich, das jährlich weitere 40 Millionen Euro Entlastung bringen soll (HIB, 24.09.2026).

Für Bargeschäftsbranchen wichtig: Das Bundeskabinett beschloss am 23.09.2026 einen Gesetzentwurf „zur Verbreitung elektronischer Kassen und zur Abschaffung des Papierbons“ mit einer Registrierkassenpflicht ab 100.000 Euro Umsatz (HIB, 24.09.2026). Die HIB nennt dazu weder Inkrafttreten noch Übergangsfristen oder technische Vorgaben.

Weitere Punkte: Beim Zoll und der Steuerfahndung soll laut BMF künftig Künstliche Intelligenz eingesetzt werden, um Muster in Daten zu erkennen und gezielt nach Waren zu suchen (HIB, 24.09.2026). Für Familienleistungen ist antragsloses Kindergeld ab Anfang 2027 angekündigt, also eine Auszahlung ohne Antrag auf Basis bereits vorliegender Daten (HIB, 24.09.2026). Bund und Länder arbeiten beim Direktzahlungsmechanismus an einer Stufe mit nach Einkommen gestaffelter Auszahlung; dafür wird der Datenaustausch vorbereitet (HIB, 24.09.2026).

Was das für Unternehmer heißt

Betriebe mit Kasse prüfen jetzt, ob sie die Umsatzschwelle von 100.000 Euro erreichen oder überschreiten, und welche Kassensysteme im Einsatz sind. Zuständigkeiten in Buchhaltung und IT klären, Kassenbestand und Vertragslaufzeiten erfassen und potenziellen Umstellungsbedarf skizzieren. Den Gesetzgebungsprozess sowie künftige Fristen und Technikstandards ab Veröffentlichung eng verfolgen und dokumentieren. Unternehmen mit Zollbezug halten Datenflüsse und Schnittstellen nachvollziehbar fest, da der Zoll laut BMF stärker datenbasiert arbeiten will.

Checkliste für Inhaber

  • Umsatz 2026/2027 zur 100.000‑Euro‑Schwelle prüfen.
  • Kassenhersteller und Steuerberatung als Ansprechpartner notieren.
  • Kassen- und Belegprozesse inventarisieren (Hardware, Software, Verträge).
  • Entwicklungen zu Fristen/Technikstandards beobachten und dokumentieren.

Erster Schritt für den Betrieb: Umsatz prüfen, Kasseninventar ziehen, dann mit Hersteller und Steuerberatung die mögliche Umstellung terminieren.

Quellen

Quelle

Laut Mittelstandsreporter

„Am 23.09.2026 beschloss das Kabinett eine Registrierkassenpflicht ab 100.000 Euro Umsatz; das BMF meldet 165 Millionen Euro Entlastung durch Digitalisierung (HIB, 24.09.2026).“

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