DigitalisierungMeldung
Bitkom: 41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen KI, ein Jahr zuvor waren es 17 Prozent
41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen laut Bitkom Künstliche Intelligenz ein, 48 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. 77 Prozent der Nutzer sehen eine bessere Wettbewerbsposition, 33 Prozent höhere Kosten als erwartet, 19 Prozent haben Stellen gestrichen.
41 Prozent der deutschen Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen Künstliche Intelligenz (KI) ein, weitere 48 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Ein Jahr zuvor nutzten 17 Prozent KI, 40 Prozent diskutierten darüber. Das hat der Digitalverband Bitkom am 11. März 2026 mitgeteilt. Grundlage ist eine telefonische Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in den Kalenderwochen 2 bis 6 des Jahres 2026, die der Verband als repräsentativ bezeichnet.
Von den Unternehmen, die KI nutzen, berichten 77 Prozent von einer verbesserten Wettbewerbsposition, 52 Prozent von einem messbaren Beitrag zum Geschäftserfolg. 45 Prozent haben interne Prozesse beschleunigt, 44 Prozent Produkte oder Dienste verbessert, 29 Prozent neue Produkte oder Dienste entwickelt. Zwei Drittel (66 Prozent) wollen den Einsatz ausweiten. Auf der Kostenseite geben 33 Prozent an, dass KI teurer ausfiel als erwartet. 19 Prozent haben wegen KI Stellen abgebaut.
Als Hürden nennen die Unternehmen Datenschutzanforderungen (77 Prozent), Fachkräftemangel (70 Prozent) und Fragen der technischen Sicherheit (61 Prozent). Bei den Investitionen in Digitalisierung wollen 36 Prozent 2026 mehr ausgeben als im Vorjahr (2025: 29 Prozent), 51 Prozent gleich viel, 13 Prozent weniger.
Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst: „KI ist weltweit der entscheidende Treiber für mehr Produktivität und Effizienz."
Die Bitkom-Quote liegt deutlich über den 20 Prozent, die KfW Research am 11. Februar 2026 für den Mittelstand ermittelt hat. Die Differenz erklärt sich aus der Abgrenzung: Die KfW zählt auch Kleinstunternehmen und Soloselbstständige und fragt nach dem Zeitraum 2022 bis 2024, Bitkom befragt Unternehmen ab 20 Beschäftigten nach dem aktuellen Einsatz.
Was das für Unternehmer heißt
Ein Drittel der Nutzer zahlt mehr als geplant. Wer einführt, sollte Lizenzen, Anpassung, Schulung und die Datenschutzprüfung vorab kalkulieren und mit einem Anwendungsfall beginnen, dessen Ergebnis sich messen lässt. Die 19 Prozent mit Stellenabbau zeigen, dass die Personalplanung Teil der KI-Entscheidung ist. Wer Betriebsrat und Beschäftigte früh einbezieht, spart sich spätere Reibung.
Quellen
- Bitkom: Digitalisierung der Wirtschaft: Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich mit KI, Presseinformation, 11. März 2026, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalisierung-der-Wirtschaft-Unternehmen-beschaeftigen-sich-mit-KI
- Bitkom: Künstliche Intelligenz in Deutschland, Studienbericht 2026, https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Kuenstliche-Intelligenz-in-Deutschland
- KfW: Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand, 11. Februar 2026, https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_880960.html
Quellen
- Bitkom: Digitalisierung der Wirtschaft: Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich mit KI, Presseinformation vom 11. März 2026bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalisierung-der-WirtTier 2
- Bitkom: Künstliche Intelligenz in Deutschland, Studienbericht 2026bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Kuenstliche-Intelligenz-in-DPrimärquelle
- KfW Research: Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand, Fokus Nr. 533 vom 11. Februar 2026kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_880Primärquelle
Laut Mittelstandsreporter
„41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen laut Bitkom Künstliche Intelligenz ein, 48 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. 77 Prozent der Nutzer sehen eine bessere Wettbewerbsposition, 33 Prozent höhere Kosten als erwartet, 19 Prozent haben Stellen gestrichen.“
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